Nicht lange schnacken: Bewerbung machen! -Das „Job-Klub-Mobil“ lockt mit Hip-Hop und hilft bei Arbeitssuche
Die Hildesheimer Hip-Hopper setzen sich in ihren Texten mit der Perspektivlosigkeit ihrer Generation auseinander und treten dafür ein, auch gegen
alle Widerstände etwas aus sich zu machen: „Wie‘s kommt? Immer so, wie du‘s machst -die Frage bleibt, ob‘s letztlich für dich passt!“ So geht er weiter, der Hip-Hop-Sound, der an diesem Nachmittag nicht ohne Hintergedanken vor dem Kinder-und Jugendhaus Nordstadt über die Bühne geht.
Wenige Meter entfernt von dem kleinen Konzert steht das Job-Klub-Mobil: Ein Kleinbus, dessen Schiebetüren sich bereits öffnen und in dessen Inneren man Tische mit Laptops sehen kann – auch eine Fotokamera. Dieses Gefährt mit seinen speziellen Angeboten ist eine Idee des „Pro Activ-Centers“, das in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Jobcenter Hildesheim jungen Menschen bei der Integration in die Arbeitswelt helfen will. Dass dafür ein fahrbarer Untersatz angeschafft wurde, hat vor allem damit zu tun, dass so auch die ländliche Umgebung Hildesheims erreicht werden kann. Und um das Job-Klub-Mobil auch wirklich populär zu machen, geht es nun auf „Kul-Tour“, fährt bei Jugendhäusern vor, bietet Konzertprogramme und Hip-Hop-Workshops an – und natürlich seine eigentlichen Leistungen.
„Das Großartige ist, dass wir den Jugendlichen sofort weiterhelfen können, und zwar sehr konkret“, erklärt Jugendberufshelfer Olaf Altfelix. „Sie können im JobKlub-Mobil einen Qualifikationstest machen, bei dem sie ihre persönlichen Stärken kennen lernen und dann sofort im Internet nach Praktikums-oder Ausbildungsplätzen suchen.“
Vor allem stehen Kamera, Drucker und Mappen bereit. „Ja, hier heißt es: Nicht lange schnacken.“ Olaf Altfelix lacht gut gelaunt. „Wir können sofort
Bewerbungsfotos und Unterlagen ausdrucken, bei den Firmen anrufen, Termine machen – alles vom Mobil aus. Und ich gehe mit den Jugendlichen auch gern zu den Bewerbungsgesprächen, wenn sie das möchten. Die Idee ist einfach: Wenn sie nicht zu uns finden, kommen wir zu ihnen.“
Und was könnte einen besseren Anreiz geben, als das Konzert, das an diesem sommerlichen Nachmittag für immer größere Begeisterung sorgt. „Wenn ihr nicht wisst, was nach der Schule kommt, dann seid ihr hier genau richtig“, ruft Phaeb ins Mikrofon und deutet auf den Kleinbus. Die Türen sind geöffnet: Die Zukunft kann kommen.
Quelle: ST-HI








